
Wie kann eine Schamanische Reise helfen, kreative Prozesse in Gang zu bringen? Schamanismus ist eine jahrtausendealte Technik, mit der sich der alltägliche Bewusstseinszustand ohne Drogen kurzfristig verändern lässt, lange genug, um ein geistig gesundes Gleichgewicht wiederherzustellen. Jede Schamanische Reise ist im Kern ein kreativer Prozess: Schamanen nutzen sie seit jeher, um mit ihren Klienten individuelle Lösungen für Probleme zu finden.
Warum Trance kreativ macht
Im veränderten Bewusstseinszustand werden Denkprozesse in Gang gesetzt, die es erleichtern, alte, störende Denkmuster gelassen zu betrachten. Konditionierungen, also jene automatisch ablaufenden Programme in unserem Gehirn, können dabei überprüft und verändert werden. Die Wissenschaft der Neuroplastizität bestätigt, was im Schamanismus seit Langem bekannt ist: Der Geist ist eine eigenständige Kraft, mit der sich willentlich physische Veränderungen im Gehirn bewirken lassen.
Geistige Blockaden, wie sie in kreativen Arbeitsprozessen häufig auftreten, lösen sich durch Entspannung, Meditation und vor allem durch die Schamanische Reise. Der tranceähnliche Zustand, hervorgerufen durch einen bestimmten Trommel- oder Rasselrhythmus, schiebt unser Alltags-Ich beiseite: Wir nehmen die entstehenden Bilder wahr, ohne sie zu steuern. So können neue neuronale Netze entstehen und alte, blockierende Muster aufgelöst werden.
Vier Stufen der Kreativität
Schon 1926 beschrieb Graham Wallas den schöpferischen Prozess in vier Stufen: Vorbereitung, Reifung, Erkenntnis und Überprüfung. Die Schamanische Reise lässt sich in diesem Modell vor allem der Reifungsphase zuordnen, einem bewusst herbeigeführten Prozess, der sich deutlich von der direkten, verstandesgesteuerten Auseinandersetzung mit einem Problem unterscheidet. Oft entsteht auf der Reise eine unerwartete Information, eine Inspiration, die anschließend im Alltag überprüft und umgesetzt werden muss. Kreativität ist dabei kein Privileg weniger Begabter: Jeder Mensch trägt ein bis dahin schlummerndes Potenzial in sich, das durch die schamanische Praxis aktiviert werden kann.
Der Ablauf einer Reise
Ein persönliches Kraft- oder Schutztier begleitet die Reise, gibt Orientierung und hält die passenden Informationen bereit. Vor der Reise wird eine klare Frage formuliert; ein kurzes Ritual, etwa das Räuchern mit Salbei und ein Aufruf der vier Himmelsrichtungen, dient der Einstimmung. Ein durchgehender Rassel- oder Trommelrhythmus von rund 120 Schlägen pro Minute trägt in den tranceähnlichen Zustand; das Ich-Bewusstsein bleibt ruhig und beobachtet, ohne aktiv einzugreifen. Nach der Reise werden die Eindrücke sofort notiert, denn Details verblassen rasch. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich danach bewusst in den Alltag integrieren.
Eine Schamanische Reise bewirkt nachweislich physiologische Veränderungen an den Synapsen, vergleichbar mit Lern- und Gedächtnisprozessen, oft schon innerhalb weniger Stunden bis Tage spürbar. Wer sich darauf einlässt, eröffnet sich einen direkten, erfahrungsbasierten Zugang zur eigenen Kreativität.
Wie es weitergeht
Wer die eigene Kreativität mit schamanischer Praxis vertiefen möchte, findet in unserer neuroschamanischen Beratung einen begleiteten Rahmen dafür, sowie ergänzend in Arbeit mit inneren Bildern und Symbolen und Trommeln und Rhythmus.
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