Schamanismus in Österreich
Schamanismus in Österreich: eine zeitgemäße Wiederentdeckung
In Österreich greifen immer mehr Menschen auf schamanische Praxis zurück: als Weg aus persönlichen Krisen, als spirituelle Erfahrung oder als Ergänzung zu Psychotherapie und Coaching. ASW-Österreich vertritt seit über 30 Jahren einen Zugang, der traditionelle Praktiken mit Psychologie, Neurobiologie und Bewusstseinsforschung verbindet. Der von Dr. Gerald Pohler und Ernst Stöger entwickelte Neuroschamanismus verbindet dabei wissenschaftliche Erkenntnis mit spiritueller Erfahrung.
Historische Wurzeln in Mitteleuropa
Schamanismus zählt zu den ältesten spirituellen Praktiken der Menschheit. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass schamanische Rituale in verschiedenen Kulturen praktiziert wurden, etwa in den sibirischen Steppen, bei indigenen Völkern Nord- und Südamerikas und in Europa.
Auch in Mitteleuropa gab es schamanische Praktiken lange vor dem Christentum. Funde aus der Hallstatt- und der Latène-Zeit, der Kultur der frühen und späteren Kelten, sowie volkskundliche Überlieferungen wie Perchtenläufe und Raunacht-Rituale zeigen eine eigene Tradition von Naturspiritualität und Trancearbeit. In späteren keltischen Traditionen übernahmen Druiden Aufgaben wie Heilung, Weissagung und den Kontakt zur Anderswelt, Funktionen, die dem Schamanismus ähneln.
In Österreich hat sich der Schamanismus über die letzten Jahrzehnte aus einer Nischenbewegung heraus entwickelt und zunehmend mit therapeutischen und spirituellen Ansätzen verbunden. Die Grundidee bleibt dabei bestehen: Der Mensch ist Teil eines größeren energetischen und geistigen Zusammenhangs, dem er sich über Rituale, Trancezustände und Naturverbundenheit annähern kann.
Anwendung in Therapie und Beratung
Auch therapeutisch tätige Personen integrieren schamanische Elemente in ihre Arbeit, etwa zur Traumaheilung, zur Begleitung von Übergangsphasen oder zur Stärkung von Ressourcen. Der Neuroschamanismus bietet dafür eine strukturierte Herangehensweise, die intuitive und wissenschaftlich fundierte Elemente verbindet.