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7-Tage-Praxis-Set

7-Tage-Praxis-Set

Barong und Rangda: 7-Tage-Praxis-Set

Dieser 7-Tage-Praxisplan überträgt die Symbolik von Barong und Rangda in eine tägliche Übungsroutine. Ziel: Schatten integrieren (Rangda), Schutz und Heilung stärken (Barong), Balance leben (Rwa Bhineda).

Allgemeine Struktur pro Tag

  • Morgens (10–20 Min): Atem, kurze Visualisation, Intention.

  • Mittags (5–10 Min): Achtsamkeits-Check-in oder Mikro-Ritual.

  • Abends (15–30 Min): Vertiefung durch Meditation, Tanz oder Ritual, dazu Journaling.

Materialien (optional)

Schale mit Wasser, Salz, Teelicht, Räucherwerk (zum Beispiel Palo Santo oder Weihrauch), Notizbuch, Timer, bei Bedarf Trommel oder Chimes, eine bequeme Decke.

Tag 1: Rwa Bhineda (Das Feld der Balance öffnen)

Absicht: Beide Kräfte in dir willkommen heißen, ohne Urteil.

Morgens (12 Min):

  • 6 tiefe Atemzüge (ein: 4, aus: 6).

  • Visualisiere zwei Sphären in Brusthöhe: rechts warm-gold (Barong), links tief-dunkelblau (Rangda).

  • Intention: „Ich anerkenne beide Kräfte in mir und halte sie in Balance."

Mittags (5 Min): Hand aufs Herz, 10 Atemzüge. Frage: „Welche Energie ist gerade präsenter, Schutz oder Herausforderung?"

Abends (20–25 Min): Kerzen-Ritus: Zünde ein Teelicht an, flüstere dreimal: „Gleichgewicht in mir." Anschließend Journaling (5–10 Min):

  • Wo erlebe ich heute Licht?

  • Wo erlebe ich heute Schatten?

  • Was braucht Balance?

Tag 2: Rangda (Schatten anerkennen, nicht bekämpfen)

Absicht: Ehrliches Erkennen von Angst, Wut, Scham, Kontrolle, ohne Drama.

Morgens (15 Min): „Schatten-Scan": Wandere mit der Aufmerksamkeit durch den Körper. Wo spürst du Spannung, Kälte oder Druck? Lege dort eine Hand hin und sage innerlich: „Ich höre dich."

Mittags (5–7 Min): Schreibblitz: 3 Minuten ungefiltert schreiben: „Wovor will ich mich heute schützen?"

Abends (20–25 Min):

  • Visualisation Rangda: Stelle Rangda dir gegenüber. Frage: „Was ist deine Botschaft heute?"

  • Transformations-Atem (5 Runden): ein (4), Atem halten (4), aus (6), halten (2).

  • Journaling: „Welche Ressource brauche ich, um dir zu begegnen?"

Tag 3: Barong (Schutz, Würde, Heilkraft)

Absicht: Innere Sicherheit und Herzensmut nähren.

Morgens (10–12 Min): Barong-Atem: Einatmen Licht (4), ausatmen „Schutz breitet sich aus" (6), 8 bis 10 Runden. Affirmation: „Ich bin getragen und klar."

Mittags (5 Min): Mikro-Körperhaltung: Schultern zurück, Brust weich, Kiefer locker, 5 tiefe Atemzüge.

Abends (20–30 Min): Schutzritual: Wasser mit einer Prise Salz im Uhrzeigersinn rühren, dabei flüstern: „Reinige, stärke, segne." Stirn, Herz und Nabel berühren. Journaling: „Wo habe ich heute Schutz erlebt, innerlich oder äußerlich?"

Tag 4: Reinigung und Loslassen

Absicht: Energetische Klärung, Raum schaffen.

Morgens (12 Min): Kohärent atmen: 5 Sekunden ein, 5 Sekunden aus, 3 bis 5 Minuten. Bild: eine Dusche aus Licht, die vom Scheitel abwärts fließt.

Mittags (5–7 Min): Rauch oder Klang: räuchern oder dreimal Klangschale beziehungsweise Glöckchen, dabei durch die Räume gehen.

Abends (25 Min): Wasser-Ritus: Schreibe Belastendes auf einen Zettel, falte ihn, halte ihn kurz über die Wasserschale und sage: „Ich lasse dich in Liebe frei." Zerreiße und entsorge ihn achtsam. Danach 5 Minuten still sitzen.

Tag 5: Mitgefühl und Integration

Absicht: Herz öffnen für beide Kräfte, Selbstmitgefühl kultivieren.

Morgens (15 Min): Metta, liebende Güte:

  • „Möge ich sicher sein."

  • „Möge ich in Balance sein."

  • „Möge ich in Weisheit handeln."

Mittags (5 Min): Herz-Hand: eine Hand aufs Herz, eine auf den Bauch, 10 ruhige Atemzüge.

Abends (20–30 Min): Dialog der Kräfte: Schreibe einen kurzen Dialog zwischen Barong und Rangda in dir. Abschluss: „Danke, dass ihr mich wachsen lasst."

Tag 6: Grenzen und Handlung

Absicht: Klare Entscheidungen und gesunde Grenzen setzen.

Morgens (12 Min): Klarheitsatem: ein (4), „Ja zu mir", aus (8), „Nein zum Übermaß". Frage: „Welche eine Grenze dient heute meiner Balance?"

Mittags (7 Min): Mini-Plan: eine konkrete Handlung aufschreiben und sofort den ersten Schritt tun (Mail, Anruf, Kalendereintrag).

Abends (20 Min): Erdungsübung: stehen, Gewicht in die Fußsohlen, leichte Knie, 5 Minuten. Journaling: „Welche Wirkung hatte meine Grenze heute?"

Tag 7: Tanz der Gegensätze (Integration im Körper)

Absicht: Verkörperte Balance.

Morgens (10 Min): Dankbarkeit für drei Dinge: für das Licht, für den Schatten, für ihr Zusammenspiel.

Mittags (5 Min): Atemwippe: 4 bis 6 Runden, ein (4), aus (6), das eigene Körpergewicht spüren.

Abends (30–35 Min): Freier Tanz in zwei Phasen:

  • Rangda (7–10 Min): Chaos, Schütteln, Stampfen, Geräusche erlauben.

  • Barong (7–10 Min): weite, runde Bewegungen, Herzraum, Würde.

  • Integration (5 Min): stehen in Stille, Hände am Herz.

Abschlusswort: „Ich bin das Feld, das beide hält."

Wöchentlicher Abschluss (10 Min)

Drei Sätze ins Journal:

  • „Ich habe erkannt…"

  • „Ich lasse los…"

  • „Ich nähre…"

Plane eine konkrete Wohlfühlhandlung für die kommende Woche.

Sicherheit und Achtsamkeit

Wenn starke Emotionen oder Trauma-Trigger auftreten: Tempo reduzieren, Augen öffnen, den Raum benennen (5 Dinge sehen, hören oder spüren), bei Bedarf Unterstützung holen. Nicht beim Autofahren oder beim Bedienen von Maschinen praktizieren.

Eine hilfreiche geführte Mediation.