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Was ist Meditation

Was ist Meditation?

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Allgemein können wir sagen:

Meditation ist eine der ältesten spirituellen Methoden der Menschheit, ebenso wie das Gebet und schamanische Techniken. Meditationsübungen sind ein Bestandteil der großen Weltreligionen, wie Hinduismus und Buddhismus, sie werden aber auch unabhängig von religiösen Bekenntnissen und ohne religiösen Hintergrund praktiziert.

Meditieren ist die Anwendung einer psychophysiologischen Technik, die zur Veränderung unseres Altagsbewusstseins führt. Oftmals führt die Ausübung von Meditationstechniken zu einem Gefühl tiefer innerer Ruhe und inneren Friedens, dem unterschiedliche Wahrnehmungen - je nach Art der Meditationstechnik - vorausgehen. Manchmal kommt es auch zu »mystischen Erlebnissen« und entsprechenden Gefühlen des Glücks und der Seligkeit.

Zudem sind die positiven Auswirkungen täglicher Meditation (in Bezug auf Gesundheit, Denkfähigkeit, Emotionalität usw.) durch wissenschaftliche Untersuchungen vielfach nachgewiesen worden.

Meditationstechniken führen in der Regel zu einer starken Konzentration auf ein Meditationsobjekt. Meditationsobjekte können sehr unterschiedlich sein, äußere wie innere Objekte können verwendet werden. Nach einiger Zeit der Konzentration kommt es bei geübten Meditierenden zu einer Veränderung der Wahrnehmung - der Prozess der ungestörten Konzentration auf ein Objekt führt zur Meditation.

Gleichzeitig verändern sich messbare körperliche Funktionen wie Muskeltonus, Blutdruck, Durchblutung, Herzfrequenz, Gehirnströme und andere mehr. Claudio Naranjo und Robert Ornstein beschreiben in ihrem Buch »Die Psychologie der Meditation das Gemeinsame aller Meditationsmethoden als die Beschränkung der Wahrnehmung auf einen einzigen unveränderlichen Prozess.

Unter den vielen möglichen Meditationsobjekten haben sich einige besonders bewährt. Darunter sind vor allem: Meditation mithilfe der Atmung, Meditation mithilfe von Mantras (Lautgestalten). Meditation mithilfe von Yantras oder Mandalas (optische bzw. visualisierte Gestalten), Meditation durch Konzentration auf Chakras (feinkörperliche Bereiche) oder auf die durch die Konzentration auf ein Objekt auftretenden Wahmehmungsobjekte, Meditation durch Konzentration auf Naturprozesse (Regen, Wind, Wasser, Feuer).

Zudem gibt es Meditationsarten, bei denen diese Techniken kombiniert werden. Vor oder während der Meditation sind auch spezifische Körperhaltungen einzunehmen oder Körperübungen durchzuführen, damit eine der Konzentration förderliche Ausgangslage erreicht wird.

Patanjali, der im 2. Jahrhundert v. Chr. lebte, gilt als der Autor des ersten »Meditationslehrbuches« - den Yoga-Aphorismen.

Neben den ethischen Vorschriften sind es im Wesentlichen folgende Schritte, die zur Meditation führen:

  1. ruhige Körperhaltung
  2. ruhige Atmung
  3. ruhige Geisteshaltung
  4. Konzentration
  5. Konzentration nach innen
  6. Meditation
  7. Samadhi

Dietrich Ebert gibt uns in seinem Buch »Physiologische Aspekte des Yoga und der Meditation« eine neurophsyiologische Definition, die für den meditativen Zustand charakteristisch ist: »Es ist demnach berechtigt, Meditation als Zustand anzusehen, der sich sowohl zur Stress-Reaktion als auch zum Schlaf antagonistisch verhält - als einen kortikalen Wachzustand bei gleichzeitiger motorischer Relaxation und trophotroper vegetativer Situation«.

Vereinfacht bedeutet das, dass der Kopf wach, der Körper entspannt und der Stoffwechsel reduziert ist.

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