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Ayahuasca

Ayahuasca

von

Ernst Stöger

 

Der Ayahuasca-Gebrauch ist in rituellen Zeremonien bekannt: Schamanen verwenden Ayahuasca für die Heilung von Kranken und in religiösen Zeremonien. Der Gebrauch ist von den Anden bis an die Pazifikküste von Kolumbien und Ecuador verbreitet. Ayahuasca oder Yajé ist aus der Sprache Quichua, alternative Bezeichnungen sind: Liana del Muerto (Spanisch), Natem (Shuar/Achuar); Mii (Huaorani); Iyaona (Zapara); „Seelenranke“ oder „Todesliane“; Caapí, Dapa.

Durch die Art der Banisteriopsis-Liane und den beigemischten Pflanzen, variiert deren Wirkung. Nach dem Konsum des bitteren Gebräus stellt sich ein leichter Berauschtheitszustand ein wobei der Bewegungsapparat meist kontrolliert bleibt, jedoch kann die bewusste Motorik eingeschränkt sein. Ayahuasca bewirkt unter anderem Visionen, Halluzinationen und eine Erweiterung des Bewusstseins, sowie ein verschärftes Gehör.

In jüngster Zeit werden immer öfter Senmianre angeboten, bei denen Ayahuasca für die"Schamanischen Reise" verwendet wird. Es ist hierbei leider auch ein Trend feststellbar, dass die meisten "Suchenden" sich deshalb auf solch Experimente einlassen, weil sie der Annahme sind, rascher ein Ergebnis erziehlen zu können. Wie bei allen Drogen gilt auch für das Ayahuasca-Ritual, der Ungeübte wird ein für ihn unbrauchbares Ergebnis erziehlen. Es wie mit einem Lichtschalter, den man betätigt. Die Visualisierung und Vision tritt sehr rasch ein, jedoch die Nachhaltigleit solcher Erfahrungen sind nicht gegeben.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass die erwähnten Fähigkeiten die die Schamanen auf der ganzen Welt inne haben, auch ohne Drogen oder Halluzinogene entwickelt werden können. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Mensch seine besonderen Fähigkeiten, ob schamanische oder andere Fähigkeiten, auch ohne Halluzinogene oder Drogen aber mit den richtigen Techniken zur Entwicklung bringen kann. In unseren Kursen und Seminaren werden keine Drogen oder Halluzinogene verwendet und auch nicht von uns empfohlen. Die von uns verwendeten Methoden und Techniken, ermöglichen den Teilnehmern, jene persönlichen Erfahrungen zu machen, von denen sie auch einen nachhaltigen Nutzen haben können.

In der Tat wurden Drogen und Halluzinogene von Schamanen verwendet und werden auch heute noch zum Teil verwendet. Wie Du aber sicher weisst, ist der Konsum und Missbrauch von Drogen in unseren Breiten verboten.

Zu Ayahuasca ein paar Infos:

botan. Name:
Banisteriopsis caapi

dt. Name:
Ayahuasca

weitere Namen:
Caapi, Yaje, Rebe der Toten, Ranke der Seele

Familie:
Malpighiaceae

Vorkommen:
In den tropischen Zonen Südamerikas, Westindische Inseln

chem. Zusammensetzung/Wirkung:
Harmin (ein beta-Carbolin-Alkaloid), Tryptaminderivate -Erbrechen nach 1/2 Stunde, anschließend farbenprächtige Halluzinationen, Verlust des eigenen Egos.

Geschichtliches:
Mannbarkeitsritual der kolumbianischen Tukano-Indianer

Bekannte Nebenwirkungen sind Erbrechen, Durchfall oder Schweißausbrüche, Verminderung der Motorik, Gleichgewichtsstörungen und Schwindel. In Kombination mit MAO-Hemmern, insbesondere Anti-Depressiva besteht Lebensgefahr! Es können bei unsachgemässer Anwendung Angstzustände und Psychosen ausgelöst werden oder das Wiedererleben traumatischer Erfahrungen bei entsprechender psycho-biographischer Vorprägung.

Hinweise zur körperlichen Sucht gibt es derzeit keine.

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Info zum Autor:
Ernst Stöger
Präsident von ASW-Österreich

Website:
http://www.asw-at.org

 
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